Die Vulkanier

Spezies: Vulkanier
Heimatplanet: Ni'Var (auch: Vulkan, Hauptstadt: ShiKahr)
Quadrant: β
Zugehörigkeit 24. Jhdt.: Vereinigte Föderation der Planeten
Zugehörigkeit 32. Jhdt.: Unabhängig

Starker Körper und disziplinierter Geist
Die Vulkanier stammen vom Planeten Vulkan und sind eines der ältesten noch bestehenden, raumfahrenden Völker der Föderation. Sie haben sich von einem primitiven und gewalttätigen Leben, aus welchem noch immer gewisse Rituale erhalten geblieben sind, zu einem emotional kontrollierten Volk entwickelt. Sie haben die meiste Zeit ihre Gefühle vollkommen unter Kontrolle und unterdrücken sie. Das funktioniert so gut, dass viele andere Spezies glauben, dass die Vulkanier gar keine Gefühle besitzen. Die Logik kontrolliert das Leben und Handeln der Vulkanier. Surak gilt als Begründer der vulkanischen Logik und seinen Lehren folgen die meisten Vulkanier.

Vulkanier sind um einiges stärker als Menschen. Zudem besitzen sie innere Augenlider, welche sich in dem Wüstenklima Vulkans entwickelt haben. Sie haben verschiedene mentale Fähigkeiten, beherrschen Telepathie, aber anders als zum Beispiel Betazoiden sorgt ihr disziplinierter Geist für eine gute Kontrolle und Abschirmung gegen Beeinflussungen.
Im Alter können sie unter Umständen ihren Geist nicht mehr vollkommen kontrollieren und es ist bei Vulkaniern üblich dann Selbstmord zu begehen.

Verwandter Feind - Die Romulaner
Die Romulaner sehen den Vulkaniern nicht unähnlich. Das kommt daher, dass sie ihren Ursprung auf Vulkan haben und von den Vulkaniern abstammen. Vor vielen Jahrhunderten trennten sich die Vulkanier in zwei Lager, diejenigen, welche der Logik folgen und diejenigen, welche ihre Gefühle frei ausleben wollen. Die zweite Gruppe entschloss sich dazu Vulkan zu verlassen und gründete auf einem fernen Planeten das Romulanische Sternenimperium.
Nach dieser Abspaltung kam es zu einem 100 Jahre andauernden Krieg zwischen Romulanern und Vulkaniern. Ausgelöst wurde dieser Krieg durch einen Q, wie genau ist jedoch nicht bekannt.

Ein Leben der Logik - Die Lehren Suraks
Surak
Die Vulkanier standen davor, ähnlich wie Jahrhunderte später die Menschen, sich in Kriegen zu vernichten. Erst Surak einte sein Volk unter der Logik. Seine Lehren und seine Katra (Seele) hinterlegte er im Kir'Shara. Da das Artefakt jedoch verschwand, wurden seine Lehren im Laufe der Jahrhunderte mehr und mehr verfälscht, erst die Syrranniten änderten dies wieder.

Die Syrranniten
Im 22. Jahrhundert gelten die Syrranniten als Terroristen. Eigentlich verfolgen sie das Ziel, die wahren Lehren Suraks aufzuspüren und zu verfolgen. Sie nutzen verbotene Techniken wie das Trennen von Körper und Katra oder Gedankenverschmelzungen, die, genutzt von ungeschulten Vulkaniern, Krankheiten und den Tod auslösen kann.

Captain Archer entdeckt gemeinsam mit Syrran und T'Pol das Kir'Shara. Zwar stirbt Syrran dabei, doch Suraks Katra fährt in Archers Körper und bringt ihn dazu, den Syrranniten zu vertrauen und ihnen das Kir'Shara zu übergeben. Es enthält die unverfälschten Lehren Suraks.

Nach dem Tod Syrrans übernimmt die junge T'Pau die Führung der Syrranniten und es gelingt ihr gemeinsam mit Archer ein Komplott gegen ihre Gruppe aufzudecken. Die Romulaner verfolgten das Ziel das vulkanische Volk zu destabilisieren, so war sogar der hochrangige Führer Administrator V'Las ein romulanischer Agent.

Suraks Katra kann aus Archers Körper befreit werden; was mit ihr geschieht, ist unbekannt. Da sich das Kir'Shara als echt herausstellt, beginnt ein Umdenken der Vulkanier. In der folgenden Reformation der vulkanischen Gesellschaft, werden die wahren Lehren Suraks anerkannt und T'Pau wird schließlich sogar eine Hohepriesterin.

Das Kolinahr
In der Kolinahr-Zeremonie streben die Vulkanier danach, die letzten Reste ihrer Emotionen zu unterdrücken und sich komplett der Logik zu ergeben. Nicht jeder Vulkanier vollendet dieses Ritual, so hat Spock es zum Beispiel abgebrochen.

Kol-Ut-Shan
Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination (UMUK), im Original Infinite Diversity in Infinite Combinations (IDIC) oder in vulkanisch Kol-Ut-Shan ist eine der Grundprinzipien der vulkanischen Philosophie und Eckpfeiler des vulkanischen Glaubens. Es steht für die reine Logik nach den Lehren Suraks.
In späteren Übersetzungen wird es auch als Infinite Divergenzen in infiniten Kombinationen bezeichnet, damit die Abkürzung IDIC/IDIK besser genutzt werden kann. Vor allem in den Romanen hat sich jedoch UMUK erhalten und durchgesetzt.

Arrangierte Ehen - Pon Farr
Alle 7 Jahre wird der Sexualtrieb der Vulkanier unkontrollierbar, so dass sie sich mit ihren Partnern auf Vulkan treffen und paaren müssen. Ihre Partner werden bereits in der Kindheit ausgewählt und beide sehen sich oft zum ersten Mal bei ihrem Pon Farr wieder. Es ist davon auszugehen, dass als Auswahlkriterium unter anderem der Zyklus des Pon Farrs mit dem des Partners übereinstimmen muss.

Die sonst so kontrollierten Vulkanier sind in dieser Zeit emotional und geistig instabil, gewalttätig und können diesen Zustand, je länger er andauert, nicht mehr unterdrücken. Außer der Paarung mit einem passenden Sexualpartner gibt es noch rituelle Kämpfe, die dieses "Fieber" wieder zum Abklingen bringen.

Wie in der Romanreihe New Frontier beschrieben und durch die Serien vermutet, entwickelte sich diese Ausschaltung der Logik, damit die Spezies nicht ausstirbt. Das Pon Farr dient dem Zeugen von Kindern.

21. Jahrhundert - Der Erste Kontakt
2026 - 2053 fand der Dritte Weltkrieg auf der Erde statt, tötete Millionen und verseuchte Teile des Planeten mit atomarer Strahlung. Als er endete, begann Zefram Cochrane Forschungen am Warpantrieb, welcher im Jahr 2063 erfolgreich getestet wurde. Zwar kannten die Vulkanier die Erde, doch hielten sie ihre Bewohner stets für zu primitiv, um mit ihnen in Kontakt zu treten. Dies änderte sich am 6. April 2063, als der erste Kontakt der Menschheit stattfand. Eine neue Ära wurde eingeläutet. Die Vulkanier unterstützten die am Boden liegende Erdbevölkerung und die Menschheit blühte wieder auf. Es begann eine lange und anfangs nicht immer leichte Zusammenarbeit zwischen den beiden Völkern.

22. Jahrhundert - Die Gründung der Föderation
Botschafter Soval ist lange Jahre vulkanischer Botschafter auf der Erde. Er ist einer der Vulkanier, die immer wieder fordern, dass die Menschen noch nicht ins All vorstoßen sollen, da sie nicht bereit wären. Als die Enterprise unter Captain Archer dann aufbricht, erhebt er immer wieder Einspruch gegen dessen Vorgehen bei der Erforschung der Region.

Durch die vulkanische Reformation setzt nach und nach ein Umdenken bei ihnen ein. Doch da die Vulkanier während des Irdisch-Romulanischen-Kriegs selbst diese Reformationen auf ihrem Planeten klären mussten, konnten sie erst sehr spät in den Krieg eingreifen. Schließlich führte dieser Krieg zur Gründung der Föderation, zu dessen Gründungsmitgliedern die Vulkanier zählen.

23. Jahrhundert - Radikalisten
Im 23. Jahrhundert gibt es auf Vulkan radikale Strömungen, welche sich für die Reinhaltung der vulkanischen Spezies einsetzen und davor auch nicht vor Mord zurückschrecken. Sie verüben unter anderem einen Selbstmordattentat auf Botschafter Sarek, welcher Michael Burnham ermutigte die Vulkanische Wissenschaftsakademie zu besuchen und diese als erster Nicht-Vulkanier erfolgreich abzuschließen.

24. Jahrhundert - Wiedervereinigungsbemühungen
Im 24. Jahrhundert beginnt Botschafter Spock im Geheimen auf Romulus für die Wiedervereinigung von Romulanern und Vulkaniern zu werben und es gibt viele Überläufer in die Föderation. Erst durch den Dominionkrieg kommt es wieder zu Annäherungen zwischen den Romulanern und der Föderation, sowie den Klingonen.

Diese Bemühungen werden jedoch von Praetor Shinzon zunichte gemacht, als er den romulanischen Senat tötet und mit den Remanern seinen Rachefeldzug beginnt, ehe er gestoppt wird.

32. Jahrhundert - Gemeinsame Zukunft auf Ni'Var
Spocks Wiedervereinigungsbemühungen tragen Jahrzehnte nach seinem Tod Früchte. Nachdem das Romulanische Imperium zerfällt, schließen sich Romulaner und Vulkanier friedlich auf Vulkan zusammen. Der Planet wird in Ni'Var umbenannt und der alte romulanische Orden der Qowat Milat dient dabei als stabilisierender Faktor.
Während der Planet von einer Präsidentin geführt wird, gibt es Vertreter der einzelnen Gruppierungen, so zum Beispiel den romulanischen Ältenstenrat. Vulkanisch-Romulanische Mischlinge werden Romulo-Vulkanier genannt. In den Bezirken der Letztgenannten gibt es im 31. Jahrhundert Unruhen.

Im 31. Jahrhundert, etwa 3089 verlässt Ni'Var die Föderation. Zwar sprechen sich die Romulaner für einen Verbleib in der Föderation aus, die Vulkanier setzen sich jedoch durch. Der Grund liegt in dem "SB-19" Experiment, welches als Alternative zum Warpflug, Raumschiffe über tausende Lichtjahre transportieren sollte. Ni'Var wollte das Experiment stoppen, da es für zu gefährlich gehalten wurde, doch die Föderation bestand auf der Fortführung. Als es dann zum Brand kommt und sämtliche aktiven Warpkerne explodieren, halten die Vulkanier fälschlicherweise das Experiment für die Ursache und verlassen daraufhin die Föderation.
Erst rund 100 Jahre später, im Jahr 3189, kann die Discovery aufklären, dass es nicht durch "SB-19" zu dem Brand kam und die Präsidentin Ni'Vars stellt daraufhin die gesammelten Daten des Projekts zur Verfügung, damit die Ursache des Brands aufgeklärt werden kann.

Vulkanier:

Romulaner und Romulo-Vulkanierin (32. Jhdt):
Suraks Lehren im Kir'shara:

Das IDIC/UMUK-Symbol:

Vulkanisches und irdisches Schiff (22. Jhdt.):

Vulkanisches Shuttle (23. Jhdt):

Der Planet Vulkan (24. Jhdt.):

Der Planet Ni'Var/Vulkan (32. Jhdt):
Planetenoberfläche Vulkans (22. Jhdt.):
Vulkanische Stadt (23. Jhdt):
Emblem Ni'Vars (32. Jhdt):