Die Vulkanier sind eines der ältesten noch bestehenden, raumfahrenden Völker der Föderation. Sie haben sich von einem primitiven und gewalttätigen Leben, aus welchem noch immer gewisse Rituale erhalten geblieben sind, zu einem emotional kontrollierten Volk entwickelt.
Vulkanier haben die meiste Zeit ihre Gefühle vollkommen unter Kontrolle und unterdrücken sie. Das funktioniert so gut, dass viele andere Spezies glauben, dass die Vulkanier gar keine Gefühle besitzen. Die Logik kontrolliert das Leben und Handeln der Vulkanier. Surak gilt als Begründer der vulkanischen Logik und seinen Lehren folgen die meisten Vulkanier. In der Kolinahr-Zeremonie streben die Vulkanier danach, die letzten Reste ihrer Emotionen zu unterdrücken und sich komplett der Logik zu ergeben. Nicht jeder Vulkanier vollendet dieses Ritual, so hat Spock es zum Beispiel abgebrochen.
Alle 7 Jahre wird der Sexualtrieb der Vulkanier unkontrollierbar, so dass sie sich mit ihren Partnern auf Vulkan treffen und paaren müssen. Ihre Partner werden bereits in der Kindheit ausgewählt und beide sehen sich oft zum ersten Mal bei ihrem Pon Farr wieder. Es ist davon auszugehen, dass als Auswahlkriterium unter anderem der Zyklus des Pon Farrs mit dem des Partners übereinstimmen muss.
Die sonst so kontrollierten Vulkanier sind in dieser Zeit emotional und geistig instabil, gewalttätig und können diesen Zustand, je länger er andauert, nicht mehr unterdrücken. Außer der Paarung mit einem passenden Sexualpartner gibt es noch rituelle Kämpfe, die dieses 'Fieber' wieder zum Abklingen bringen.
Vulkanier sind um einiges stärker als Menschen und besitzen zudem besitzen innere Augenlider. Sie haben verschiedene mentale Fähigkeiten, beherrschen Telepathie, aber anders als zum Beispiel Betazoiden sorgt ihr disziplinierter Geist für eine gute Kontrolle und Abschirmung gegen Beeinflussungen.
Vulkanier können den Geruch von Menschen nur schwer ertragen. Im Alter können sie unter Umständen ihren Geist nicht mehr vollkommen kontrollieren und es ist bei Vulkaniern üblich dann Selbstmord zu begehen.
Die Vulkanier standen davor, ähnlich wie Jahrhunderte später die Menschen, sich in Kriegen zu vernichten. Sie lebten ihre starken Gefühle frei aus und erst Surak einte sein Volk unter der Logik. Seine Lehren und seine Katra (Seele) hinterlegte er im Kir'Shara. Da das Artefakt jedoch verschwand, wurden seine Lehren im Laufe der Jahrhunderte mehr und mehr verfälscht, erst die Syrranniten änderten dies wieder.
Im 22. Jahrhundert gelten die Syrranniten als Terroristen. Eigentlich verfolgen sie das Ziel, die wahren Lehren Suraks aufzuspüren und zu verfolgen. Sie nutzen verbotene Techniken wie das Trennen von Körper und Katra oder Gedankenverschmelzungen, die, genutzt von ungeschulten Vulkaniern, Krankheiten und den Tod auslösen kann.
Captain Archer entdeckt gemeinsam mit Syrran und T'Pol das Kir'Shara. Zwar stirbt Syrran dabei, doch Suraks Katra fährt in Archers Körper und bringt ihn dazu, den Syrranniten zu vertrauen und ihnen das Kir'Shara zu übergeben. Es enthält die unverfälschten Lehren Suraks.
Nach dem Tod Syrrans übernimmt die junge T'Pau die Führung der Syrranniten und es gelingt ihr gemeinsam mit Archer ein Komplott gegen ihre Gruppe aufzudecken. Die Romulaner verfolgten das Ziel das vulkanische Volk zu destabilisieren, so war sogar der hochrangige Führer Administrator V'Las ein romulanischer Agent.
Suraks Katra kann aus Archers Körper befreit werden; was mit ihr geschieht, ist unbekannt. Da sich das Kir'Shara als echt herausstellt, beginnt ein Umdenken der Vulkanier. In der folgenden Reformation der vulkanischen Gesellschaft, werden die wahren Lehren Suraks anerkannt und T'Pau wird schließlich sogar eine Hohepriesterin.
Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination (UMUK), im Original Infinite Diversity in Infinite Combinations (IDIC) oder in vulkanisch Kol-Ut-Shan ist eine der Grundprinzipien der vulkanischen Philosophie und Eckpfeiler des vulkanischen Glaubens. Es steht für die reine Logik nach den Lehren Suraks.
2026 - 2053 fand der Dritte Weltkrieg auf der Erde statt, tötete Millionen und verseuchte Teile des Planeten mit atomarer Strahlung. Als er endete, begann Zefram Cochrane Forschungen am Warpantrieb, welcher im Jahr 2063 erfolgreich getestet wurde. Zwar kannten die Vulkanier die Erde, doch hielten sie ihre Bewohner stets für zu primitiv, um mit ihnen in Kontakt zu treten. Dies änderte sich am 6. April 2063, als der erste Kontakt der Menschheit stattfand. Eine neue Ära wurde eingeläutet. Die Vulkanier unterstützten die am Boden liegende Erdbevölkerung und die Menschheit blühte wieder auf. Es begann eine lange und anfangs nicht immer leichte Zusammenarbeit zwischen den beiden Völkern.
Botschafter Soval ist lange Jahre vulkanischer Botschafter auf der Erde. Er ist einer der Vulkanier, die immer wieder fordern, dass die Menschen noch nicht ins All vorstoßen sollen, da sie nicht bereit wären. Als die Enterprise unter Captain Archer dann aufbricht, erhebt er immer wieder Einspruch gegen dessen Vorgehen bei der Erforschung der Region.
Durch die vulkanische Reformation setzt nach und nach ein Umdenken bei ihnen ein. Doch da die Vulkanier während des Irdisch-Romulanischen-Kriegs selbst diese Reformationen auf ihrem Planeten klären mussten, konnten sie erst sehr spät in den Krieg eingreifen. Schließlich führte dieser Krieg zur Gründung der Föderation, zu dessen Gründungsmitgliedern die Vulkanier zählen.
Im 24. Jahrhundert beginnt Botschafter Spock im Geheimen auf Romulus für die Wiedervereinigung von Romulanern und Vulkaniern zu werben und es gibt viele Überläufer in die Föderation. Erst durch den Dominionkrieg kommt es wieder zu Annäherungen zwischen den Romulanern und der Föderation, sowie den Klingonen.